2017-10-18 Konkurse-Nordamerika-ruecklaeufig

Aus Arbeitskreis Fracking
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Weiterhin Konkurse bei nordamerikanischen Förder – und Service-Unternehmen

18.10.2017

Autor: Volker Fritz

Nach dem OPEC-Übereinkommen vom 29.11.2016, die Produktion ab Januar 2017 um einige Prozente zu drosseln, hatte sich in Nordamerika, trotz der momentan schlechten Lage wieder etwas Optimismus verbreitet und die Bohraktivitäten nahmen seit Mitte 2016 wieder stetig zu, wenn auch auf niedrigem Niveau.


Die Tatsache, dass einige Förderländer außerhalb der OPEC ebenfalls natürlich sinkende Fördererträge für 2017 erwarteten, verstärkte die Erwartungen der nordamerikanischen Unternehmen (Mexiko, Kolumbien, Ägypten, Oman u. weitere). Die Zahl der Konkurse bei der Förderfirmen war schon in den letzten Monaten 2016 abgeflacht, bei den Service-Firmen gingen sie hingegen weiter.


Bis zum 31.07.2017 meldeten trotzdem 272 Firmen Konkurs an, mit einem Konkursvolumen von 114,5 Mrd USD. Hinzu kommen noch die Ausbuchungsverluste der Großkonzerne auf nicht realisierbare Fördervolumina, auf zu hoch angesetzte Bewertungen von Förderpotentialen und Verlustabschreibungen in Höhe von gesamt ca. 26 bis 30 Mrd USD.


Die nur geringen Veränderungen des Gesamtvolumens aller Konkurse zeigen, dass überwiegend kleine Förderfimen und Service-Firmen in Konkurs gingen. Der weitaus größte Teil dieser Förderfirmen , mit ca. 50%, war in Texas domiziliert. Danach folgte Delaware und Kanada. Bei den Service-Firmen kam auch Texas an erster Stelle mit ca. 50%, gefolgt von Delaware und Louisiana mit je etwa 10%.


Kanada ist – entsprechend seiner viel geringeren Aktivitäten – an den Konkursen der Förderfirmen mit ca. 15% und an den Konkursen der Service-Firmen mit ca. 5% beteiligt.


Trotz Regierungswechsel in den USA sind die Konkurse also nicht rückläufig.


Quelle:
[1] http://www.haynesboone.com/publications/energy-bankruptcy-monitors-and-surveys